Zum Inhalt springen

Häufige Fragen

Antworten zu Termin, Kosten, Prostatakrebs, Blasenkrebs, Nierenkrebs, Diagnostik und Operation. Allgemeine Informationen ersetzen kein persönliches Gespräch.

Termin, Ordination und Kosten

Wie vereinbare ich einen Termin in der Wahlarztordination?
Termine werden ausschließlich online über das Formular „Terminanfrage“ auf dieser Website vereinbart (rund um die Uhr möglich). Bitte schildern Sie kurz, worum es geht, welche Erkrankung vorliegt und wie bisher behandelt wurde. Wir melden uns per E-Mail bei Ihnen zurück. Eine telefonische Terminvereinbarung wird nicht angeboten.
Wann und wo ist die Ordination?
Die Wahlarztordination findet donnerstags von 14 bis 16 Uhr in der urologischen Ambulanz (3. Obergeschoss) des Ordensklinikums Linz Elisabethinen statt: Fadingerstraße 1, 4020 Linz. Bitte kommen Sie nur nach Terminvereinbarung.
Was soll ich zum Termin mitbringen?
Bitte bringen Sie mit: Vorbefunde, eine Aufstellung Ihrer Medikamente, Befunde von Bildgebungen (bitte nicht nur eine CD, sondern auch den schriftlichen Befund), vorhandene Blutwerte sowie Angaben zu Ihrer Versicherung.
Warum brauchen Sie bei der Terminanfrage meine Mobiltelefonnummer?
Arztbrief und Honorarnote erhalten Sie nach dem Besuch über das sichere Patientenportal LATIDO. Für die einmalige Registrierung benötigen wir Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Mobiltelefonnummer: Sie erhalten einen Link zum Portal und bestätigen die Anmeldung mit einem Code per SMS. Auch Anmeldung und der Austausch von Gesundheitsinformationen laufen darüber. Ohne Mobiltelefonnummer ist das nicht möglich.
Was kostet der Besuch, und bekomme ich Geld von meiner Krankenkasse zurück?
Bei einer Wahlarztordination bezahlen Sie die Honorarnote zunächst selbst, per Überweisung binnen 14 Tagen. Ihre Krankenkasse erstattet für Leistungen, die auch Kassenärzte abrechnen können, bei Vorliegen aller Voraussetzungen einen anteiligen Kostenersatz. Dazu reichen Sie Honorarnote und Zahlungsnachweis bei Ihrer Krankenkasse ein. Die Höhe der Erstattung legt Ihre Krankenkasse fest.
Was tun bei akuten Beschwerden?
Bei akuten Beschwerden oder Notfällen wenden Sie sich bitte an den Notruf 144 (Rettung), den Euro-Notruf 112 oder eine Notaufnahme. Die Online-Terminanfrage ist für akute Notfälle nicht geeignet.

Prostatakrebs

Ab wann sollte ich zur Früherkennung von Prostatakrebs gehen?
Eine Früherkennung wird in der Regel ab etwa 50 Jahren besprochen, bei Prostatakrebs in der Familie oder bekannten Genveränderungen (z. B. BRCA2) früher. Ob und wie oft ein PSA-Test sinnvoll ist, hängt von Alter, Risiko und Ihren Wünschen ab; wir besprechen das in einem persönlichen Gespräch.
Bedeutet ein erhöhter PSA-Wert, dass ich Prostatakrebs habe?
Nein. Der PSA-Wert kann auch durch eine gutartige Vergrößerung, Entzündung oder andere Ursachen erhöht sein. Ein auffälliger Wert ist ein Anlass zur gezielten Abklärung, zum Beispiel mit einer MRT der Prostata, bevor eine Biopsie erwogen wird.
Muss jeder Prostatakrebs sofort operiert oder bestrahlt werden?
Nein. Bei niedrigem Risiko kann eine aktive Überwachung sinnvoll sein: Der Tumor wird engmaschig kontrolliert und erst bei Fortschreiten behandelt. Bei anderen Befunden stehen Operation, Bestrahlung oder weitere Verfahren zur Verfügung. Die Wahl richtet sich nach Tumor, Alter, Begleiterkrankungen und Ihren Prioritäten.
Wie läuft eine roboter-assistierte Prostataentfernung ab, und was sind die Risiken?
Die Prostata wird über kleine Zugänge mit dem da Vinci-System entfernt, gesteuert vom Operateur; wenn möglich nervschonend. Wie bei jedem Eingriff bestehen Risiken, etwa Blutung, Infektion sowie vorübergehende oder bleibende Inkontinenz und Erektionsstörungen. Beckenbodentraining und Rehabilitation unterstützen die Erholung. Alles wird vorab offen besprochen.
Was ist eine PSMA-PET/CT, und wann ist sie sinnvoll?
Die PSMA-PET/CT ist eine Untersuchung, die Prostatakrebszellen im ganzen Körper besonders genau sichtbar machen kann. Sie wird vor allem bei mittlerem und hohem Risiko sowie bei erneutem PSA-Anstieg nach einer Behandlung eingesetzt und beeinflusst die Therapiewahl.

Mehr zu diesem Thema →

Blasenkrebs

Blut im Urin: Muss ich zum Urologen?
Ja. Sichtbares Blut im Urin sollte immer abgeklärt werden, auch wenn es nur einmal auftrat und keine Schmerzen macht. Es ist das wichtigste Warnzeichen für Blasenkrebs, hat aber oft auch andere, harmlose Ursachen. Die Abklärung umfasst Urinuntersuchung, Ultraschall und Blasenspiegelung.
Wie wird Blasenkrebs festgestellt?
Bei Tumorverdacht wird die Blase gespiegelt (Zystoskopie) und der Tumor in einer Operation über die Harnröhre entfernt und untersucht (TUR-Blase). Das Gewebe zeigt, ob der Tumor oberflächlich oder in die Muskulatur eingewachsen ist. Zusätzlich erfolgt je nach Befund eine CT oder MRT.
Ist Blasenkrebs heilbar?
Oberflächliche Tumoren sind meist gut behandelbar, neigen aber zu Rückfällen und brauchen eine regelmäßige Nachsorge. Beim muskelinvasiven Blasenkrebs ist die Behandlung auf Heilung ausgerichtet, meist mit einer Kombination aus Medikamenten und Operation. Die Aussichten hängen vom Stadium ab.
Muss bei Blasenkrebs immer die Blase entfernt werden?
Nein. Oberflächliche Tumoren werden in der Regel über die Harnröhre entfernt und mit Blaseninstillationen weiterbehandelt. Eine Blasenentfernung kommt bei muskelinvasiven oder sehr risikoreichen Tumoren in Frage; sie kann roboter-assistiert, minimalinvasiv erfolgen. In ausgewählten Fällen sind blasenerhaltende Konzepte möglich.
Welche neuen Medikamente gibt es bei Blasenkrebs?
Die Kombination aus Pembrolizumab (Immuntherapie) und Enfortumab Vedotin (Antikörper-Wirkstoff-Konjugat) hat die Behandlung des fortgeschrittenen Urothelkarzinoms verändert und wird auch vor und nach der Blasenentfernung eingesetzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land und ändern sich; wir besprechen sie individuell.

Mehr zu diesem Thema →

Nierenkrebs

Mein Nierentumor wurde zufällig entdeckt. Ist das gefährlich?
Zufallsbefunde im Ultraschall oder CT sind häufig und werden oft in einem frühen Stadium entdeckt. Nicht jeder Nierentumor ist bösartig oder wächst schnell. Eine genaue Bildgebung mit Kontrastmittel und gegebenenfalls eine Biopsie zeigen, ob und wie behandelt werden sollte.
Muss bei Nierenkrebs die ganze Niere entfernt werden?
Oft nicht. Wenn möglich wird nur der Tumor entfernt (Nierenteilresektion), damit die Nierenfunktion erhalten bleibt. Eine vollständige Entfernung ist bei großen oder ungünstig gelegenen Tumoren nötig. Kleine Tumoren können in ausgewählten Fällen überwacht oder abgetragen (Ablation) werden.
Kann man mit nur einer Niere normal leben?
In der Regel ja, wenn die verbleibende Niere gesund ist. Sie übernimmt einen großen Teil der Funktion. Nierenfunktion und Blutdruck werden in der Nachsorge kontrolliert.
Wie wird Nierenkrebs behandelt, wenn bereits Metastasen vorliegen?
Hier stehen heute moderne medikamentöse Therapien im Vordergrund, insbesondere Kombinationen mit Immuntherapie und zielgerichteten Substanzen. In ausgewählten Fällen ergänzen Operation oder Bestrahlung die Behandlung. Die Auswahl richtet sich nach Risikoprofil und Begleiterkrankungen.

Mehr zu diesem Thema →

Diagnostik

Welche Untersuchungen werden in der Ordination durchgeführt?
Ausführliches Anamnese- und Therapiegespräch, körperliche Untersuchung und Ultraschall (Nieren, Blase, Retroperitoneum, äußeres Genitale und Prostata). Weitere Untersuchungen wie CT, MRT, Biopsie, Szintigraphie oder PSMA-PET/CT werden bei Bedarf am Ordensklinikum Linz organisiert.
Warum wird vor einer Prostatabiopsie oft eine MRT gemacht?
Die MRT zeigt verdächtige Bereiche in der Prostata. Nur bei auffälligem Befund wird gezielt biopsiert (Fusionsbiopsie). Das erkennt relevante Tumoren besser und kann unnötige Biopsien vermeiden.
Wie werden meine Befunde besprochen?
Am zertifizierten Uro-onkologischen Krebszentrum werden Entscheidungen bei jeder Erstdiagnose, jedem Rezidiv und jeder neu aufgetretenen Metastasierung verpflichtend in interdisziplinären Tumorkonferenzen besprochen. Das Ergebnis besprechen wir danach persönlich mit Ihnen.

Mehr zu diesem Thema →

Operation und Robotik

Was bedeutet „roboter-assistiert“?
Der Operateur sitzt an einer Konsole und steuert die Instrumente selbst; der Roboter handelt nie eigenständig. Er überträgt die Handbewegungen in präzise, kleinere Bewegungen und bietet eine vergrößerte dreidimensionale Sicht.
Welche Eingriffe werden roboter-assistiert durchgeführt?
Der Schwerpunkt liegt auf der radikalen Prostatektomie, der Entfernung der Blase und den Nierenoperationen. Die robotische Technik wird auch bei komplexen rekonstruktiven Eingriffen am Harnleiter und Darm in der Urologie eingesetzt. Ob sie für Sie die beste Wahl ist, entscheiden wir gemeinsam.
Welche Vorteile hat die roboter-assistierte Operation?
Präzise, minimalinvasive Eingriffe über kleine Zugänge, oft weniger Schmerzen, weniger Blutverlust und kürzere Krankenhausaufenthalte als bei offener Operation. Bei der Prostatektomie ermöglicht die nervschonende Technik gute Voraussetzungen für den Erhalt von Kontinenz und Potenz. Garantien gibt es dafür nicht.

Mehr zu diesem Thema →

Stand: Oktober 2026. Allgemeine Patienteninformation – sie ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung. Therapieentscheidungen werden immer individuell getroffen.